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        Manchmal braucht es ein ganzes Leben bis sich ein Herzenstraum erfüllt. Für meinen Schwiegervater ging 2017 einer der ganz Großen in Erfüllung.
        Es wäre maßlos untertrieben wenn ich sage, dass mein Mann und sein Vater Flugzeugbegeistert sind. Sie gehören zu den Menschen, die einen Flieger in zehn Kilometern Höhe ohne Probleme bestimmen können und dann noch sagen von wo nach wo es fliegt und wie viele Personen es transportieren kann. Mein Mann saß nun schon dreimal im Flugsimulator und irgendwie finden wir uns alle zwei Monate auf dem Frankfurter Flughafen wieder. Überflüssig zu sagen, dass Finn´s Flugzeug-Samlung nun auch schon beachtliche Ausmaße angenommen hat.
        Nun aber zurück zu Berthold und Tante JU. Oder zur JU52, wie sie im Fachjargon heißt. Das älteste zugelassene Verkehrsflugzeug der Welt, das noch regelmäßig mit Passagieren startet, fliegt unter der Flagge der Deutschen Lufthansa Berlin-Stiftung. Tante JU, die 1932 zum ersten Mal in die Luft ging, war bei den Passagieren aufgrund ihres hohen Komforts sehr beliebt. Da die Maschine über keine Druckkabine verfügte, aber durchaus Flughöhen von mehr als 3000 Metern flog, gab es Sauerstoffmasken für die Passagiere und die Kabine war mit einer Heizung ausgestattet. Noch heute kann man sie gut an ihrer Wellblechbeplankung und ihren drei Motoren erkennen.
        Kein Wunder also, dass es eine Warteliste von 135 Lufthansa-Piloten gibt die das gute Stück gerne mal fliegen möchten. Im August war es nun für Berthold so weit. Er ging mit 3 Piloten und einem Purser in die Luft. Von Mainz-Finthen flogen sie über das Mittelrheintal und wieder zurück und es war für alle ein ganz besonderes Erlebnis.