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        Wenn es um das Thema heiraten geht, dann kann die romantische Stimmung auch ganz schnell flöten gehen. Spätestens wenn man den Preis für all die Dinge kennt, die man gerne haben möchte, kann sich jedes noch so strahlende Gesicht mit einer sorgenvollen Mimik bedecken.

        Man fragt sich ernsthaft wie man all das stemmen soll. Das Kleid, den Anzug, die Ringe, die Blumen, die Torte, die Location, den Hochzeitsplaner, das Auto, das Essen, die Gastgeschenke und nicht zuletzt den Fotografen. Dann werden Eltern eingespannt, die üblicherweise die eine oder andere Sache gerne übernehmen, und irgendwie fängt man schon weit vor der eigentlichen Hochzeit an, die Geldgeschenke mit den anfallenden Kosten zu verrechnen. Verrückt, oder?

        Wir haben das damals nicht anders gemacht aber heute stelle ich mir eine Frage ganz oft: Was bleibt? Was bleibt von all den Dingen, die diesen Tag so besonders gemacht haben?

        Das Essen und die Torte werden gegessen. Die Blumen verwelken und selbst den Ort kann man manchmal nicht wieder besuchen. Das Auto wird zurück gegeben, die Gastgeschenke werden verschenkt, das Kleid und der Anzug verschwinden im Schrank, die Lieder nimmt der DJ mit, die Gäste gehen auseinander, Geldgeschenke werden ausgegeben und selbst Erinnerungen verblassen. Es gibt so wenig was bleibt.

        Was bleibt ist die Liebe, die Ringe, Erinnerungen und die Fotos. Bilder bleiben.

        Bilder bleiben weil man sie immer wieder anschaut. Man teilt sie, gibt sie in der Familie und an Freunde weiter und irgendwann landen sie bei den Enkeln und Urenkeln. Sie hängen an Wänden und tummeln sich in Alben, sie werden per Mail verschickt oder dienen als Bildschirmschoner. Sie bleiben. Und sie haben für alle die dabei waren einen Wert. Nicht nur finanziell, sondern vor allem ideell.

        Denn gut gemachte Fotos schaffen es, Emotionen und Momente an diesem einen Tag zu konservieren und sie später auch wieder frei zu setzten. Sie zeigen Menschen die vielleicht schon längst gegangen sind, sie halten alles fest was nicht geblieben ist und erzählen eine Geschichte. Eure Geschichte. Die Geschichte eines Tages von dem nicht viel bleibt. Außer die Erinnerung, Ringe, Fotos und Eure Liebe.

         

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